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Woher haben die Spammer denn ausgerechnet meine E-Mail-Adresse?
1. Durch Austesten der Mailadressen
Viele E-Mail-Anbieter (z.B. Google-Mail, Hotmail, MSN,
Freenet, GMX, Web.de, Yahoo, ...) haben sehr viele Kunden.
Spammer lassen einfach durch Programme E-Mail-Adressen
erzeugen, die aus Wörterbüchern und Namenslisten
zusammengesetzt werden. Nach dem Versenden dieser E-Mails
kann meist ebenfalls automatisiert nachgeschaut werden,
ob Fehlermeldungen zurückkommen oder nicht. Wenn
keine Fehlermeldung zurückkommt, dann wird die
E-Mail als angekommen markiert, was bedeutet, dass diese
E-Mail-Adresse existiert (und damit bares Geld wert
ist).
2. Einkauf von E-Mailadressen bei anderen Spammern
Derzeit kann man Listen mit Millionen von E-Mail-Adressen
für rund 100 US$ kaufen. Wenn diese Listen aus
nur 40% bestätigten E-Mailadressen besteht, kosten
derzeit 1 Million E-Mailadressen (also mit 400000 bestätigten
E-Mailadressen) rund 250 US$.
3. Sammeln auf Websites, Foren, Suchmaschinen
und Newsgroups
Sehr viele hinterlassen im Internet beim Surfen eine
breite Spur mit ihrer E-Mailadresse. Angefangen bei
der Registrierung in Foren über den Onlinehandel
bis hin zur zwangsweisen Angabe einer E-Mailadresse
bei manchen Suchmaschinen kann man direkt zuschauen,
wie E-Mailadressen bekannt gemacht werden.
connect from mout0.freenet.de[194.97.50.131]
NOQUEUE: reject: RCPT from mout2.freenet.de[194.97.50.155]:
550 : HEY FREENET-SPAMER. WE BLOCK YOU; from=bingo@freenet-ag.de
to=xxxxx@xxxxxx.de proto=ESMTP helo=mout2.freenet.de
disconnect from mout2.freenet.de[194.97.50.155]
connect from mout0.freenet.de[194.97.50.131]
NOQUEUE: reject: RCPT from mout0.freenet.de[194.97.50.131]:
550 : HEY FREENET-SPAMER. WE BLOCK YOU; from=bingo@freenet-ag.de
to=xxxxx@xxxxxx.de proto=ESMTP helo=mout0.freenet.de
disconnect from mout2.freenet.de[194.97.50.155]
Das Impressum einer Website enthält (wenn man
es rechtssicher machen möchte) immer eine gültige
E-Mailadresse, die von Spammern mittels automatischer
Programme direkt ausgelesen werden kann.
Derzeit existieren gerade mal fünf Suchmaschinen,
bei denen man sich anmelden sollte. Bei diesen fünf
Suchmaschinen kann man sich ohne ins Schwitzen zu kommen
innerhalb von 10 Minuten selbst anmelden. Der Rest sind
Suchmaschinen, die eine so geringe Besucher-Frequenz
haben, das es sich wirklich nicht lohnt oder Suchmaschinen,
die ihren von Haus aus sehr geringen Bestand durch Google
auffüllen.
Sorgen Sie dafür, das Ihre Website vor der Eintragung
bei den Top 5 intern gut verlinkt ist (alle Seiten von
der Startseite aus direkt erreichbar) und das die Meta-Tags
(Keyword und Beschreibung) sowie Dokumentnamen und Titel
korrekt sind. Auf diese Art erhalten Sie sicher mehr
Besucher als mit den restlichen 9000 Suchmaschinen.
Einige Antispam-Programme bieten eine Funktion den
Spamversender darüber zu informieren, dass die
E-Mailadresse ungültig ist. Scheinbar eine gute
Idee, aber genauer betrachtet doch eine der schlechtesten
Ideen zu diesem Thema:
Die Fehlermeldungen, die diese Programme erzeugen,
unterscheiden sich deutlich von den Fehlermeldungen
der echten Mailservern. Die Fehlermeldungen werden nicht
direkt bei Einlieferung erzeugt sondern erst später;
auch dies ein deutlicher Hinweis auf die Gültigkeit.
Nebenbei steht im Mailheader der Fehlermeldung nicht
die eigentliche IP des Mailservers (leicht durch eine
Abfrage des gültigen MX zu kontrollieren) sondern
die meist dynamische IP Ihres Rechners.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass
die Absendeadresse gefälscht ist
Ihre Fehlermeldung kommt gar nicht beim Spammer an.
Im besten Fall erhalten Sie Ihre Fehlermeldung wieder
zurück. Im schlimmsten Fall erhält ein unschuldiger,
dessen E-Mailadresse zum Spammen missbraucht wurde die
Fehlermeldung. Stellen Sie sich einfach mal vor Ihre
eigene Adresse würde von einem Spammer als gefälschte
Absender-Adresse verwendet. Dann schicken Ihnen vielleicht
zigtausende Anti-Spam-Programme eine Fehlermeldung an
Ihre Adresse, Ihr Postfach läuft über und
Sie...
Manche Websites bietet als Zusatzservice Newsletter
an. Dieser meist sehr sinnvolle Extraservice bietet
gewisse Gefahrenquellen, die Sie einfach umschiffen
können.
4. Bestätigung beim Spammer
Immer häufige verwenden Spammer gefälschte
E-Mails mit scheinbar privatem Inhalt (z.B: Hallo Inge,
es war schön Dich nach so langer Zeit wiederzutreffen!
Wollen wir uns am Samstagabend im Biergarten treffen?).
Ahnungslose Nutzer schreiben nun an diesen Spammer dass
seine E-Mail falsch zugestellt wurde… Durch diesen
gut gemeinten Hinweis hat der Spammer wieder eine E-Mailadresse
bestätigt.
- Antworten Sie niemals auf E-Mails dieser Art. Wenn
bei 100.000 dieser Mails eine echte dabei ist, wird
die Welt es verschmerzen können.
- Verzichten Sie auf automatische Antworten (Autoresponder).
5. Vorsicht bei der Abbestell-Option!
In vielen Spammails werden Sie darauf hingewiesen,
dass man durch einen Eintrag in eine so genannte Remove-Liste
die Zusendung weiterer Werbemails verhindern kann. Dieser
Hinweis ist mit großer Vorsicht zu genießen.
Meist geschieht nämlich durch die Nutzung der vermeintlichen
Abbestell-Funktion das Gegenteil: Der Spammer weiß
nun, dass Ihre E-Mailadresse gültig ist und wird
Sie mit noch mehr Werbemails zumüllen.
6. Spam nie beantworten!
Links und Dateianhänge sollten Sie auf keinen
Fall anklicken. Sonst laufen Sie Gefahr, sich Viren
oder einen Dialer einzufangen. Als Dialer bezeichnet
man ein Einwahlprogramm, das sich über eine teure
0190-Nummer ins Internet einwählt.
7. Zwei E-Mail-Adressen benutzen
Verwenden Sie Ihre Hauptadresse nur für Ihre Korrespondenz.
Für alle anderen Zwecke - sei es die Teilnahme
an Gewinnspielen, Online-Shopping oder die Registrierung
für Newsletter - sollten Sie eine andere E-Mailadresse
angeben.
8. Spam-Bot-Netzwerke
Es gibt im Internet Viren und Würmer mit denen
Ihr Computer bei einem Besuch einer Website infiziert
werden kann. Manche dieser Würmer haben nur den
Zweck, alle E-Mailadressen in Ihren Mailprogrammen zu
sammeln und diese weiterzuleiten. Andere Würmer
warten einige Zeit und holen sich dann Texte von eigens
zu diesem Zweck erstellen Websites um diese dann per
Mail von Ihrem Rechner aus an alle E-Mailempfänger
aus Ihrem Mailprogramm zu senden. Ihr Computer ist damit
selbst zu einem Spambot (Bot = Robot) geworden.
- Sorgen Sie dafür, das Sie Ihren Computer regelmäßig
mit aktuellen Virenscannern kontrollieren.
- Überprüfen Sie Ihren Rechner regelmäßig
mit Adaware oder vergleichbaren Programmen!
- Verwenden Sie wenn möglich aktuelle Firewallprogramme.
Diese sind auch in den kostenlosen Versionen schon sehr
gut!
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